myTagebuch.de Startseite
Login User:  Passwort: Passwort vergessen?
zur Startseite Anmeldung Tagebücher Mitglieder Forum Chat FAQ
Gedanken, Gefühle, Geheimnisse ... lesen und schreiben in der größten deutschen Tagebuch-Community!
Startseite » Tagebuch » User: Autor, weiblich philemon frogg [ 45 J.]
Online:

September 2010
MoDi MiDo FrSa So
303112345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930123

 Die letzten Einträge
Elvis war mein erster Schwarm

Pause

Beschissene Heimkehr

...und tschüss!!!

Ich ernähre mich von Luft und Dörraprikosen

Alle Einträge anzeigen alle Einträge
Alle Einträge anzeigen Einträge anderer Tagebücher

 myTagebuch-Links
  Die neuesten Einträge
  Die neuesten Messages

 Autor abonnieren
Möchtest Du immer über neue Einträge von philemon frogg informiert werden? Trage einfach Deine E-Mail-Adresse ein, an die Du die Abo-Mails erhalten möchtest.

Du musst angemeldet und eingeloggt sein, um diesen Service nutzen zu können. Noch nicht registriert?
Hier kostenlos anmelden!

 
Tagebucheintrag von Autor, weiblich philemon frogg [ 45 J.] vom 18.08.2003, 11:52 Uhr


Die schlechte Nachricht zuerst: Der Krimi geht wohl baden

Wir verabschieden uns vom grössten Sommer aller Zeiten. Er
begann für die Frogg, als der Föhn am 8. Juni die Gewitterwolken
über Erstfeld mit glühender Faust nach Norden schmetterte. Und er
endete am Freitag, 15. August – als Diamond Eye und Eagle Nose
mittags mitten im ersten Gewitter seit Wochen abzogen. «Er war
grauenhaft!» sage ich. «Er war grossartig!» sagt Philemon. Sie hat
die schlimmste Ohrendepression seit Menschengedenken, vor nur
einem Monat, bereits vergessen.

Sie erinnert sich nur noch an die Rekordzahl von Bergtouren im
Tessin. An die zügige Arbeit abends am Krimi auf dem Balkon eines
Ferienhauses in Prodör. Ans schwimmen in Mendrisio und die
Melancholie des Südens in Locarno.

An die faulen Stunden im Juli. Die Lektüre des neuen Harry Potter.
Frogg’s Krimi ging damals total vergessen. Sie badete träge im
Göttersee und im längsten medialen Sommerloch der
Weltgeschichte. Es wurde nur unterbrochen von ein paar
Waldbränden und ein paar Meldungen über die drohende
Futterknappheit für Kühe. Und das Brodeln der Gerüchteküche beim
Fröscher Tagblatt selber: «Wird die Frogg bald ins Ressort
Frösch-Stadt wechseln oder nicht?» lautete die allenthalben durch
die Gänge gezischelte Frage. Die Frogg hat den Wechsel schon
mindestens ein Jahr lang herbeigesehnt und sagt jedem, der es
hören will: «Das glaube ich erst, wenn ich es schwarz auf weiss
kriege.»

Dann entdeckte sie einen versteckten Rasenplatz neben Frogg Hall
und machte dort am 26. Juli eine Sommerparty. Wenige Gäste
kamen, weil die meisten in den Ferien waren. Nur Andreaszwei,
einer von Philemon’s ältesten Freunden, blieb treu bis drei Uhr
morgens. Das Hangover war furchtbar und legte sie gleich zwei Tage
lang lahm. Kein Wunder, bei der Hitze.

Dann besserte sich der Zustand ihrer Ohren etwas, und ihre
Lebensfreude kehrte zurück. Am 1. August sah sie die dürren Felder
im Kanton Baselland, wo seit Monaten kein Regen gefallen war, vom
Zug aus mit geradezu touristischem Interesse.

Als Diamond Eye und Eagle Nose am 8. August kamen, war es
heisser als je zuvor und die Frogg bei bester Laune. Die Freunde
aus England brachten ihr bei, was man sich in der Schweiz als
Tourist anzusehen hat: Fertig mit dieser elenden Fusspilgerei an der
Bahnlinie! Diamond Eye bekam Blasen an den Füssen, wenn sie
einen Fussweg nur schon anschaute. Jetzt ging’s per Bahn auf den
Pilatus, automobil auf den Furkagletscher (dort war es wenigstens
kühl), und so auch in die Aareschlucht, zu den
Reichenbach-Wasserfällen und ins Ballenberg-Heimatmuseum! An
ihren Krimi erinnerte sich die geschäftige Gastgeberin nur kurz, als
sie sich an den Reichenbach-Fällen zu Meiringen den ganzen Trubel
um Sherlock Holmes ansah (Autor Arthur Conan Doyle liess ihn im
stiebenden Katarakt ums Leben kommen, weil er von seiner eigenen
Schöpfung die Nase voll hatte. Aber das Publikum goutierte das gar
nicht und erzwang die Rückkehr des Meisterdetektivs).¨

Und jetzt das: Am Abend nach der Abreise der Freunde traf es
schwarz auf weiss ein, das Mail vom Chefchen: «Am 1. Oktober wirst
Du ins Ressort Frösch-Stadt wechseln!» schreibt er. Nach dem
ersten Jubelgeschrei verstummte die Fröschin und dacht daran, was
das bedeutet: regelmässig 10-Stunden-Tage, unregelmässige
Abendeinsätze, viele neue Leute kennenlernen (hoffentlich auch!),
viel Lokalpresse lesen, viel Radio hören und so weiter und so weiter.

Am Sonntag lungerte sie den ganzen Tag herum. Von Sommerende
keine Rede. Es war heiss wie eh und je. «Was wird jetzt aus dem
Krimi?» dachte sie.


Flop verwirrt


 Messages zu diesem Eintrag
frivol: "herzlich gratuliert einer, der auch mit misserfolg ..."
 Message senden
Private Message
Öffentliche Message

Um eine Mitteilung senden zu können, musst Du als
Leser oder Autor registriert und eingeloggt sein.
hier kostenlos registrieren


Zeichen insgesamt (von 2500)

Alle Einträge anzeigen alle Einträge von philemon frogg 
 
  weiblich philemon frogg [ 45 J.]
"Die Morgengedanken eines Nachtschattengewächses"
 Einträge: 408  | Alle Einträge anzeigen alle Einträge
 Leser: 96893 | Ø 237 / Eintrag
 Abonnenten: 17
 Messages: 1163
  Ausführliches Profil



[ Home ] [ Mitglied werden ] [ FAQ ] [ Presse ] [ Impressum ] [ AGB ]

© 2010 myTagebuch.de - All rights reserved.