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Was um alles in der Welt mache ich mit vier Wochen Ferien mitten im Dezember?!
Dezember ist eine merkwürdige Zeit zum Ferien nehmen. Vor allem, wenn man sein Reisebudget in England und Venedig aufgebraucht hat und nicht der Typ ist für Last Minute Trips nach Bali oder Lanzarote. Aber die Frogg muss nun mal im Dezember Ferien nehmen. So ist das Leben beim Fröscher Tagblatt.
Was sie in diesem alten Jahr noch unternehmen wird?
- Mit Hingabe Weihnachtskarten schreiben
- Mit Hingabe Weihnachtsgeschenke kaufen.
- Endlich die Amaryllis im Estrich eintopfen
- Endlich Tigers Hibiskus für eine Winterpause in den Estrich stellen
- Endlich die ganze Wohnung wieder mal putzen
- Altpapier bündeln (ein halber Tag geht davon weg).
- Zweimal die Woche joggen
- Andreaszwei auf die Pelle hocken, damit er endlich zu Besuch kommt. Er muss der Frogg endlich ein Word auf ihre renovierte Kiste installieren. Ich sage Euch, frisch gebackene Väter sind als Kumpels eine Zumutung
- Meine neue Freundin Estelle besuchen. Neue Freundin? Das ist eine lange Geschichte. Die erzähle ich Euch ein andermal.
- Mit Helga in die Sauna
- Endlich Lotta anrufen
- Ella anrufen, unbedingt, heute noch
- Nach Zürich fahren und mir Emir Kusturicas neuen Film ansehen. Kusturica ist mein Lieblings-Filmemacher. Aber sein neuer Film kommt und kommt nicht zu uns nach Frösch
- Ah ja, und morgen ist meine Lesung zu Darkos Kaffeesatz-Bildern. Meinen neuen Text erspare ich Euch aber. Zu lang. Den liest hier kein Schwein.
- Ah ja, und am 11. Dezember ist die jährliche Römerorgie meiner Freakfreunde. Kochen helfen!
- Einen von diesen Berner Blogger-Gurus treffen, die mir unser Kumpel Nitro mir empfohlen hat. Ich wälze Ideen für einen Fröscher Blog.
- Viiiiel schreiben. Im Petto habe ich die Einträge: «Die Wahrheit über das Englische Frühstück», «Wie man nächtliche Überfälle abwehrt» und «Warum verstehen Männer nichts von Physik?»
- Mir ein Fotohandy kaufen
- Endlich ADSL bestellen
- Zur Kosmetikerin gehen
- Zur Dentalhygienikerin gehen, endlich wieder mal. Die wird wahrscheinlich feststellen, dass mein Gebiss ein von allerhand Immissionen zerfressener Ruinenhaufen ist und mich umgehe
- Mit Grossmutter Walholz ins Theater gehen. Herr Tiger hat ein Stück für sie gefunden, das in einem alten Hotel 100 Meter von ihrem Haus gespielt wird.
- Mit Mutter und Vater ins Theater gehen. «Der Graf von Luxemburg» von Franz Lehar. Wenn ich das ohne einen von Gähnkrämpfen versteiften Kiefer überstehe, dann kann Weihnachten kommen!
- Und a propos Kiefer: mir gute, kalorienarme Gerichte kochen, damit ich endlich den schier verlorenen Kampf gegen das Kilo, das ich hasse, gewinne.
- Und zweimal die Woche joggen gehen.
Soll ich Euch verraten, was die Frogg heute früh, an ihrem ersten freien Tag, gemacht habe? Ausgeschlafen und gelesen. Sie ist in ihrem Büchergestell auf «The Beach» von Alex Garland gestossen. Ein Reisethriller aus den neunziger Jahren, noch ungelesen, aber unputdownable, wie der Engländer sagt und sich bald herausstellte. Zum Glück ist das Werk nur 438 Seiten stark. Bis morgen dürfte sie durch sein. Schauder!!!
Was aus meinem eigenen Krimi geworden ist? Nun ja, ich werde zumindest dessen Fragmente von meiner zerbröselten Festplatte retten lassen. Auch im Dezember.
Aber jetzt muss ich schnellstens den Tigervater anrufen! Er liegt mit dem Noro-Virus darnieder, und das ist in seiner Lebenslage keine Kleinigkeit.
Ah ja, und dann muss ich noch schnell ins Büro, ein paar Kleinigkeiten erledigen. Was soll man auch sonst tun mit so viel Freizeit?
im Stress
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