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Tagebucheintrag von Autor, weiblich philemon frogg [ 45 J.] vom 20.09.2006, 12:41 Uhr


Wie meine Nichte (5) ihre erste Nanny hinausekelte

Eines Tages im Frühsommer hatte meine Schwägerin Stella genug von der Krippe. Ständig brachte ihre Kleinere, Carina (1) irgendwelche Krankheiten von dort nach Hause. Erst den Noro-Virus (etwa dreimal, bis die Krippe ein paar Tage geschlossen und von oben bis unten desinfiziert wurde). Dann das Dreitagefieber und eine Blasenentzündung. Und so weiter, furchtbar, Fieber, alle drei Wochen.

Carina ist einfach nicht der Krippentyp, sagte sich Stella.

Naja, und die ältere, Marie-Christiane (5) war sowieso reif für den Kindergarten und konnte nicht mehr in die Krippe. Stella beschloss also, gleich beide Girlies aus der Krippe zu nehmen. Sie selber arbeitet zwar drei Tage die Woche. Aber einen Tag in der Woche hilft jeweils Omami Gertrud II. Frogg aus (Euch besser bekannt als Mutter Frogg), die glücklichste aller Grossmütter.

Für die verbleibenden zwei Tage stellte Stella eine Nanny an. Die hiess Mira und war eine etwas verschupfte 25-jährige.

Gute Idee, fanden alle. Ausser Marie-Christiane. Die mochte die neue Nanny nicht und soll es ihr auch gezeigt haben: «ICH WILL OMAMIIIII! OMAMI MACHT ALLES VIIIIEL BESSEEEER!» soll sie etwa zehnmal am Tag zu Mira gejammert haben. Das behauptete jedenfalls Mira, als sie nach drei Wochen mit den Nerven am Ende war und kündigte.

Stella war schockiert und gekränkt.

Ich versuchte sie zu trösten. «Aber ich bitte Dich! Dazu hast Du doch keinen Grund» rief ich im Brustton der Empörung. «Eine Nanny, die es nicht aushält, wenn ein fünfjähriges Kind solches Zeug sagt, sollte sich einen anderen Beruf suchen!»

Ich muss zugeben, ich war sogar ein bisschen stolz auf die Kleine.


Betrunken


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"Die Morgengedanken eines Nachtschattengewächses"
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