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Endlich die Wahrheit über das Jahr 2006
Also, mit Fakten über das Frogg'sche Jahr 2006 habe ich Euch bislang nicht gerade verwöhnt. Meistens habe ich Euch ja bloss mit vagen Sprüchen über berufliche Sorgen und solches Zeug abgespeist. Das soll jetzt ein Ende haben. Hier kriegt Ihr jetzt nichts als die Fakten!
15. bis 20. Januar: Skiferien im Zauber-Kurhaus Bergün.

Nach dem Skifahren und Schlitteln arbeite ich jeweils auf Tigers Laptop an meinem Krimi. Arbeitstitel: «The Demeter Files»
21. Januar: Kaum aus den Ferien übernehme ich die Veranwortung für die redaktionelle Begleitung einer Volksabstimmung. Mein erstes solches Projekt. Ein Bauprojekt, 25 Millionen Franken, heftige Streitigkeiten begleiten die Sache.
12. Februar: Abstimmung. Das Resultat stärkt mir beruflich den Rücken.
1. März: Ich beginne einen Kurs für Krimi-Schriftsteller in Bern.
5. März: Mein Patenkind Carina Frogg wird getauft. Rund um die Kirche versinkt die Welt unter Schneebergen.
7. März: Ein Fröscher Wirtschafts-Promi macht ein Burn-out. Die Frogg ist verpflichtet, sich der Sache anzunehmen. Es kommt zu monatelangen Reibereien in und neben dem Fröscher Tagblatt. Zeitweilig steht die Frogg selber am Rande eines Nervenzusammenbruch.
11. März: Mein Patenkind Tim wird ein Jahr alt. Am Geburtstagsfest nimmt er kaum Notiz von mir. Er fremdelt.
3. Mai: Super-Gau bei der Zeitung: In einem Bericht über ein Bauprojekt verwechsle ich ein paar nicht unbedeutede Zahlen. Unter anderem behaupte ich, ein Architekt sei 61 Jahre alt (nicht 41). Klingt lächerlich, glaubt Ihr? Da täuscht Ihr Euch. Ich bekomme den ersten ernst zu nehmend Zusammenschiss vom Chefredaktor in sechs Jahren.
17. Mai: Ich habe einen Termin bei einem Müesli-Doktor in Kurligen. Er verschreibt mir meine neue Diät für mein Ohr. Sie wirkt sich tendenziell positiv aus.
30. Mai: Ich treffe den Fröscher Polizeiexperten Philipp Probst zum Mittagessen. Anlass: Ich recherchiere hoch offiziell für meinen Krimi «Gefährliche Cervelats». Er soll 15 Seiten lang werden, eine realistische Länge. Und: Wenn er gut ist, wird er in der Anthologie «Tells Geschoss» erscheinen. «Demeter» liegt einstweilen auf Eis. Gut so.
17. Juni bis 2. Juli: Ferien in Italien.
9. Juli: Das Medienereignis des Jahres findet auch in der Frogg’schen Stube statt:

(Bild geklaut bei blog.adelanwar.com)
12. Juli: Ich bekomme mein erstes Hörgerät. Nach gründlichen Anproben entscheide ich mich im Oktober für ein oticon tego.
7. September: Ich lasse meinen Chefredaktor wissen, dass ich die Abteilung wechseln möchte. Wegen des Hörgeräts. Er zeigt Verständnis.
12. Oktober: Wieder ein Super-Gau bei der Zeitung. Ich mache den furchtbarsten Fehler meiner journalistischen Karriere. Eines Tages werde ich Euch alles erzählen, aber im Moment bin ich dazu noch nicht in der Lage.
24. Oktober: Wieder ein Super-Gau bei der Zeitung: Nachdem mein Chef dafür gesorgt hat, dass ich zwei Dienste gleichzeitig versehen muss, verpenne einen Pikett-Notruf. In einem Fröscher Vorort brennt mitten in der Nacht ein Haus ohne journalistische Begleitung von Philemon Frogg ab.
25. Oktober: Ich werde zum ersten Sheriff des Chefredaktors zitiert. Dieser gibt mir unmissverständlich zu verstehen: So kann es nicht weiter gehen. Na prima, endlich wissen es alle! Am nächsten Tag fahre ich für einen Monat in die Ferien.
4. Dezember: Mein erster fertiger Krimi, «Gefährliche Cervelats», geht auf die Post. Zwei Wochen später bekomme ich Bescheid: Er wird im 2007 Frühling publiziert. Unverzüglich beginne ich Recherchen für meinen neuen Krimi: «Mord beim Denkmal».
9. Dezember: Tim gibt mir Küsschen am Telefon.
15. Dezember: Ich bekomme ein hervorragendes Jobangebot beim Fröscher Tagblatt. Details bekommt Ihr dann, wenn die Sache wirklich spruchreif ist. Jubel!
19. Dezember: Ich gehe zum Arzt, weil mein rechtes Ohr schwächelt. «Ein Virus, das geht vorbei», sagen Mutter Frogg und der Hausarzt. Der Ohrenarzt runzelt die Stirn, rauft sich das Haar und verschreibt Cortison. Viel Cortison.
Den Rest kennt Ihr.
So. Und jetzt soll noch einer sagen, 2006 war kein turbulentes Jahr.
Wie es jetzt weiter geht? Man wird sehen.
Euch allen wünsche ich auf gut Fröscher Deutsch: «Es guets Nöis»!
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