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...und dann fiel ich vor der Oppenheimer Bar in Ohnmacht
Freunde, ich habe lange überlegt, ob ich Euch diese Geschichte überhaupt erzählen soll. Ich meine, Alkoholexzesse gehören nicht zu den Dingen, mit denen die Frogg gerne angibt. Jetzt habe ich beschlossen, es doch zu tun. Weil Ihr sonst nicht versteht, was ich Euch in den nächsten paar Tagen erzählen werde. Und weil mir sowas ja höchstens einmal in zehn Jahren passiert.
Also. Es war noch in Frankfurt, wo ich meinen Euch bestens bekannten Kumpel English besucht habe. Wie ihr wisst, ist Einstein English dem Alkohol sehr zugetan. Ich dagegen versuche jeweils, meinen Alkoholpegel eher tief zu halten. Aber an jenem Montag vor fast zwei Wochen passierte mir ein alkoholischer Super-Gau.
Naja, ich hatte Hunger, und da war dieses köstliche japanische Essen, und dazu tranken wir heissen Sake. Nur zwei Deziliter jeder von uns. Aber dieses Zeug fährt ja dermassen ein...
Ich war jedenfalls schon gut in Form, als wir uns von jenem japanischen Restaurant beim Frankfurter Bahnhof auf den Weg in die Oppenheimer Bar machten. Eine Kultbar, wie man mir sagte, und in der Tat hat sie mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wir trafen uns dort mit Einsteins Freundin Dreamboat und bestellten uns Cocktails. Ich weiss nicht, was in mich gefahren ist, aber irgendwann bestellte ich bei meinem zweiten Mai Tai. Und mitten in diesem zweiten Mai Tai fühlte ich mich dann merkwürdig schwach in der Körpermitte. «Ich gehe mal ein bisschen spazieren», sagte ich noch zu English und Dreamboat, packte mein Mäntelchen und begab mich nach draussen.
Schon auf der Treppenstufe vor der Bar wusste ich aber: Jetzt muss ich mich sofort hinsetzen, sonst passiert etwas unangenehmes. Ich steuerte eine Bank an, die etwa fünf Schritte von der Bar stand.
Das nächste, was ich weiss, ist: Ich wache auf, merke, dass ich auf Asphalt liege und denke: «Aber Philemon, hier auf der Strasse kannst Du doch nicht schlafen!» Mir ist ziemlich schlecht. Dennoch rapple ich mich auf und setze mich auf die Bank. Da kommt auch schon English mit einem Glas Wasser angehoppelt. Reichlich spät, wie er mir später sagte: Ich muss ungefähr eine Viertelstunde weggewesen sein.
Als ich mich wieder einigermassen auf den Beinen halten konnte, fuhren wir im Taxi zu Einstein nach Hause. Ich habe weder gekotzt, noch bekam ich Drehschwindel. Aber irgendwann gegen Morgen bekam ich einen ordentlichen Kater. Später diagnostizierte die geübte Hobby-Medizinerin Philemon Frogg einen Kreislaufzusammenbruch infolge überhöhten Alkoholkonsums.
Ich hätte die ganze Sache beschämt weggesteckt, aber am nächsten Tag hatte ich ein neues Problem: Mein rechtes Ohr begann beim geringsten Geräusch zu dröhnen wie ein Lastwagen, und mein Gehör hatte wieder merklich nachgelassen. Das alles erinnerte mich höchst unangenehm an meinen Zustand im Dezember .
immer noch geschockt
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