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Britney Spears und Paris Hilton sind jetzt meine besten Freundinnen
Seit gestern arbeite ich wieder. Und, Freunde, ich bin jetzt ein Nachtschattengewächs. Will heissen: Ich habe einen neuen Job. Er beginnt nachmittags um 14 oder 15 Uhr und endet kurz vor oder kurz nach Mitternacht. Wenn ich nach Hause gehe, ist es draussen dunkel und kühl und die meisten Kneipen schliessen bald.
Was ich an so einem Arbeitstag tue? Ich fülle Agenturmitteilungen in die Zeitung ab. Manchmal solche über Britney Spears, Paris Hilton und andere Berühmtheiten. Manchmal solche über die Toten dieser Welt. Gestern Abend waren es die Toten von Blacksburg, Virginia. Eine seltsam dekadente Mischung ist das. Aber es ist nun mal so.
Macht das Spass? Ja, es macht Spass. Ihr glaubt gar nicht, was man in einem solchen Job alles zu lesen kriegt! Die Welt ist ein interessanter Ort. Das einzige, was mir fehlt: Der Kick, ein gutes Interview gemacht zu haben. Irgendwo gewesen zu sein, wo es wirklich passiert. Sonst geht es mir gut. Besser als vorher, eigentlich. Wenn nur die Schwindelanfälle nicht wären. Ich bin mir nicht sicher, ob sie jetzt wirklich vorbei sind. Schwindelt mir vor der Grösse dieser Welt? Oder fällt mir die Last von drei Jahren Fröscher Lokalredaktion von den Schultern und ich fühle mich schwindelerregend frei? Ich weiss es nicht.
Und es ist ein einsamer Job, im Moment... Britney Spears und Paris Hilton... das reicht nicht. Auch wenn ich es genial clever finde, wie Paris ihre Blondchen-Dummheit in Szene setzt.
staunend
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