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Es eint sie die Angst vor dem Einbrecher
Eine Frau Baggenstoss wohnt in jedem Mietshaus, und wenn sie nicht dort
wohnt, muss man sie erfinden. Sie ist die wachsamste aller Nachbarinnen.
Wenn man sich dem Haus auf dem Kiesweg unter ihrem Fenster nähert, lüftet
sie unauffällig ihren Vorhang, um zu wissen, ob kein Einbrecher kommt. Ihr
Gesicht zeigen tut sie aber nie. Weil sie so wachsam ist, ruft der
Bambustiger sie um Hilfe, wenn die Tüpflihexe ihn zu sehr kitzelt oder
kneift. «Frau Baggenstoss, Hilfe! Si wei mer a Späck!» schreit er dann laut.
Aber Philemon weiss, dass Frau Baggenstoss ihr, Philemon, statt dem Tiger
helfen würde, weil sie nämlich bei der Zeitung arbeitet und Frau Baggenstoss
deshalb glaubt, sie sei eine Respektsperson. Frau Baggenstoss ist deshalb
auch immer besonders freundlich zu ihr.
Auf dem gleichen Stock wie Frau Baggenstoss wohnt Frau Baumgartner mit dem
lieben Gesicht. Ihr ist es egal, ob Philemon bei der Zeitung arbeitet, weil
sie die Zeitung ohnehin nur als Unterlage für ihre Gartengeräte braucht.
Dafür bietet sie Philemon im Sommer manchmal Schnittlauch oder Mangold an.
Sie ist die einzige, die sich für die paar Gemüsebeete rund um das Haus
interessiert. Ihre Ernte verarbeitet sie nach seltsamen Verfahren weiter.
Dann strömen Gase ins Treppenhaus, die Essenz gedörrter Kohlrabis etwa oder
die Säure von in eingelegten Karotten. Auch Frau Baumgartner hat Angst vor
Einbrechern. Deshalb klebt auf ihrer Wohnungstür ein Schildchen. Darauf
steht: «Warnung vor dem Hunde». Dabei besitzt sie lediglich zwei Katzen.
(Heute bin ich bekümmert, weil mir wieder mal ein Arzt gesagt hat: «Sie
werden nie mehr gut hören.» Ich hätte nicht hingehen sollen).
bekümmert
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